In Zeiten, in denen die lieben Kleinen bereits ganz früh mit genauen Vorstellungen von einem, der was werden muss, konfrontiert werden, leiden immer mehr Kinder variiert an Stresssymptomen, wie es ehedem nur Manager taten. Doch nicht erst, wenn eine ADS-Erkrankung augenfällig wird, gilt es einzuschreiten und Verhaltensweisen zu verändern.
Wenn der Terminplan des Kindes durchgetaktet ist mit Schulunterricht, Nachhilfe, Klavierunterricht, dem Sportverein, wenn jede Stunde sinnvoll verplant ist und Langeweile – im eigentlichen Wortsinn – keinen Platz mehr findet, geht das auf Dauer zu Lasten der Kindesgesundheit. Körperlich und psychisch beginnen Kinder auf ihre jeweils ganz eigene Art zu leiden bzw. auszubrechen. Im augenscheinlichen Sinn geschieht dies durch Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel häufige Zornes- und Wutausbrüche, aggressives Verhalten gegen Mitschüler, zunehmende Ungeduld und Konzentrationsschwächen. Andere Kinder wiederum, welche es gerade allen Recht machen wollen, bleiben still oder werden ruhiger, doch leiden vielleicht unter Schlafstörungen, diffusen neuen Ängsten, allgemeiner Unlust oder Appetitmangel.
In allen Fällen gilt es mit dem eigenen Kind in Kontakt zu bleiben – körperlich als auch im Gespräch. Wurde das Kind immer gerne lange gekrault und ist nun oft unruhig oder extrem anhänglich, sollte man das Gespräch suchen. Fragen Sie Ihr Kind ganz direkt, wenn es einen erschöpften Eindruck auf Sie macht. Vielleicht ist ja auch nicht Lernstress und Überforderung der Grund für die Erschöpfung, sondern psychischer Stress wie Mobbing oder anderer Kummer. Sollte sich herausstellen, dass Ihr Kind tatsächlich unter Überforderung leidet, gilt es die Anforderungen an es möglichst anzupassen und für entsprechenden kindgerechten Ausgleich zu sorgen. Auch können zum Beispiel Kinderschreibtisch Ratgeber informieren, wie der Körper des Kindes während der Lernzeiten am besten positioniert sein sollte, um körperliche Entlastung zu gewährleisten. Signalisiert man dem Kind grundsätzlich, dass es abseits von Leistungserbringungen einen festen Wert besitzt, lässt sich das Selbstbewusstsein des Kindes nachhaltig stärken, so dass es besser in der Lage ist, eigenständig gesunde Grenzen zu ziehen.
